La Gomera - Teil 2


Träumereien


Es gibt schon sehr skurrile Felsen auf La Gomera. Dieser erzählt eine schauerige Geschichte von einem Einsiedler, der sich ein kleines Plätzchen gesucht hat. Und irgend wann ist ihm der Boden weg gebrochen. Ob es nur dem einsamen Mann so ging? Der wegbrechende Boden, Alptraum? Oder war der Sturz nur die Rückkehr in die Realität für einen armen Flüchtling, der sich seine eigene Welt schaffen wollte?

Fantasien über skurrile Felsenformationen

Unterhalb des Felsens befand sich ein kleines Kirchlein. Eine schöne und weite Terrasse lud ein zum Schauen. Als wir dort oben verweilten, konnten wir junge einheimische Autofahrer erleben, die sich bekreuzigten, als sie vorbei fuhren. Ein junges Ehepaar hielt an. Nach einer offensichtlichen Diskussion im Fahrzeug stieg die junge Frau aus und ging zu dem kleinen Kirchlein, um sich zu bekreuzigen. Ihr Mann blieb im Wagen, nutzte die Zeit zum Wenden, aber wartete, ob geduldig oder nicht konnten wir nicht entscheiden, aber er wartete. Dann stieg sie wieder herab und beide fuhren davon. Haben wir da einen Beginn einer anderen Zeit in La Gomera miterlebt? Sollte auch hier nicht mehr alles in Ordnung sein? Die Landschaft ist einfach zu schön, als dass man das glauben mag.

Die Terrasse des kleinen Kirchleins

Schaut man ins Land, so sieht man kaum Tiere. Es ist schon etwas besonderes, wenn man einmal ein Schaf oder eine Kuh sieht. Bestenfalls haben wir einzelne Tiere gesehen, keine Herden.

Das Schaf in der Wildnis

Das Auge hatte viel zu schauen, der Blick nimmt den Betrachter gefangen. Wenn man einen schönen Aussichtspunkt hat, mag man gar nicht weiterfahren.

Blick auf das Leben im Tal

Auch schlechtes Wetter kann faszinieren, besonders, wenn am Abend Sonne und Wolken in ein Wechselspiel treten.

Abend

Ein alter Mann besitzt eine kleine Hütte. Er pflanzt eine Blume, die er so innig liebt, dass er sie nicht zurück schneiden mag. So überwuchert sie sein ganzes Haus. Falls sein Häuschen je Fenster hatte, jetzt wird nur noch wenig Licht in seinen kleinen Wohnraum kommen. Selbst das Plätzchen, wo er immer sitzt, ist überwachsen. Er sitzt fast jeden Tag vor seinem Haus und schwätzt mit den Nachbarn. Einmal war er nicht da und so konnte sich der neugierige Tourist auf sein Bänkchen setzen und für einen kleinen Augenblick die Illusion genießen, ein alternder Gomero zu sein.

Der alte Mann und die Blumen

Während der Tourist noch Einheimischer spielt und versucht, ein Empfinden eines Menschen zu ergründen, dem die Blumen den Lebensraum überwachsen, geht die Sonne nun endgültig unter. Da es Winter ist, verschwindet sie nicht ins Meer, als Kanarin ist ihr das Meer um diese Zeit wohl zu kalt, sondern sie versinkt hinter El Hierro, der noch kleineren Kanareninsel.

Sonnenuntergang hinter El Hierro



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